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Wetsuit

Wetsuits/Neoprenanzüge

gibt es in tausenderlei Ausführungen, hier ist es wichtig das die Schnittform des Wetsuits für das Wellenreiten so ausgelegt ist, das vor allem der Schulterbereich für das Paddeln flexibel gestaltet ist.

Hinzu kommen dann neben dem Schnitt die Materialien die unterschiedlich flexibel sein können. Neben dem Schnitt und dem Material die eine hohe Flexibilität vor allem im Schulterbereich garantieren gibt es noch qualitative Unterschiede in der Verarbeitung die den Wetsuit natürlich unterschiedlich teuer in der Anschaffung machen.

Die einzelnen Schnittelemente des Neoprenanzuges werden durch eine Naht, eine Klebeverbindung oder eine Kombination aus beiden Varianten miteinander verbunden.  Je aufwendiger die Verarbeitung desto teurer wird der Neo.

Eines der wichtigsten Unterscheidungskriterien ist die Naht, hier kann man Geld sparen, hat aber dann vor allem bei kaltem Wasser das nachsehen, denn vor allem über die Verbindung der Schnittelemente kann vermehrt Wasser in den Wetsuit dringen und so den Wasseraustausch  beschleunigen. Resultat ist, dasder Surfer schneller auskühlt und die Surfsessions somit kürzer ausfallen.

Es werden drei unterschiedliche Naht Varianten verwendet:

Overlock Naht am Wetsuit:

Overlock Naht am Wetsuitdie kostengünstigste Variante, hier werden die beiden Neopren Schnitte an den Enden übereinander gelegt und mit einer doppelten zickzack Naht vernäht. Im Anzug entstehen überlappende Neoprenenden, die sich durch die Naht noch weiter verhärten und verdicken. Dies hat zwei Nachteile, einmal können diese Überlappungen vor allem im Schulter und Axel Bereich zu Scheuerstellen (Rush) führen. Außerdem bietet diese offene Variante dem Salzwasser viel Angriffsfläche, besonders beim trocknen des Neoprenanzuges in den Surfpausen können hier scharfkantige Salzkristalle die Nähte beim nächsten Anziehen des Neos beschädigen.

Flatlock Naht am Wetsuit:

Flatlock Naht am Wetsuitdie Flatlock Naht bietet ebenso wie die Overlock Naht keinen Schutz vor dem Salzwasser,  hat aber durch die Stossnaht keine wulst die zu Scheuerstellen (Rush) führen kann. Hier werden die beiden Neopren Schnitteile auf Stoss gelegt, im Idealfallwerden diese Stossenden im Vorfeld verklebt und garantieren so eine gewisse Wasserundurchlässigkeit. Die Flatlock Naht kann man meist daran erkennen das drei bis 5 Nahtlinien innen liegen und sich durch die äusseren Nahtlinien oftmals farblich unterscheiden. Sowohl die Flatlock alsauch die Overlock Naht eignen sich nur bis zu Neopren dicken von max. 3 mm die meist bei Frühlings- (Spring) und Sommerwetsuits (Summer) verwendet werden.

Blind Stich Naht am Wetsuit:

Blind Stich Naht am Wetsuitdie wohl beste Variante einen Neoprenanzug zu vernähen und zu versiegeln. Einerseits wird die Naht dadurch das diese größtenteils im Neopren verarbeitet ist weniger stark durch die Salzkristalle angegriffen. Dadurch, dass Neopren flexibel ist, arbeiten starre Nähte wie Overlock und Flatlock sehr stark am Material und führen so zu Rissen, die Wasser eindringen lassen. In der Blindstichvariante ist der Faden ebenfalls flexibel verarbeitet und kann somit das Material weniger angreifen. Darüber hinaus ist durch die sehr flache Naht die Möglichkeit gegeben in der Innenseite des Anzuges noch ein Dichtesiegel in Form eines dünn über die Nahtstelle geklebten weiteren Neoprenstreifens aufzubringen. In den meisten heutigen Fällen ist dieser durch ausgehärteten Flüssigneopren ersetzt worden. Diese Verarbeitungsvariante ist für Neoprendicken bis 5 mm (Wintersuits) geeignet und bietet die beste Wärmeisolation da der geringste Wassereinlass gewährleistet ist.

Neopren enthält um die Flexibilität zu gewährleisten Weichmacher. Diese können sich wenn der Anzug starker Sonnenausstrahlung oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist verflüchtigen. Der Wetsuit verliert seine Elastizität, es entsehen erst kleine dann grössere Risse und bald auch gänzlich seine Funktion.  Den Wetsuit somit im besten Falle im Schatten nach einem gründlichen lauwarmen Süsswasserbad trocknen lassen.

In den meisten heutigen Neoprens mit höherer Qualität sind sogenannte Hitzeschilder eingebracht, hier wird zwischen dem eigentlichen Neopren und der Frottierung eine Titanium Schicht aufgedampft, diese soll eine Abstrahlung der Körperwärem nach außen verhindern.

Passform:

Ein Wetsuit sollte eng am Körper anliegen, hier aber keine Beklemmungsängste vor allem an den Abschlüssen am Hals, den Armen und Beinen  hervorrufen. Die Funktionsweise ergibt sich aus einem sehr dünnen Wasserfilm der sich zwischen Körper und Anzug bildet, vom Körper wird dieser dünne Wasserfilm aufgewärmt und die Temperatur wird durch den Wetsuit wieder zurück reflektiert. Dieses System tauscht sich zwangsläufig immer wieder über die Bein-, Arm- aber auch den Halsabschluss aus. Je besser ein Neoprenanzug sitzt, um so grösser ist die Wärmeisolation, je weiter und labbriger der Anzug am Körper hängt um so schlechter ist der Wärmeschutz da der Wasserfilm sehr oft ausgetauscht wird.

Neoprenstärken:

Bei den Neoprenstärken unterscheidet man hauptsächlich nach der Saison oder aber der Wassertemperatur in der gesurft wird. Hier gibt es vor allem für den Sommer neben dem "long john" auch noch die kurze "shorty" Variante. Sommeranzüge werden meistens in d er kurzen Form mit einer 2mm Stärke verarbeitet, in der langen Variante werden hier 2mm an den Extremitäten und 3 mm am Köper verarbeitet. Die Angaben 2/2 oder 2/3 sind je nach Hersteller (z.B. Billabong, Rip Curl, Quiksilver, Roxy und ONeill) auf den Etiketten oder am Ärmel zu finden.

Wetsuits mit einer Stärkenbezichnung 2/3/4 haben eine Neoprendicke von 3mm an den Beinen, 2mm an den Armen und 4mm am Körper. Diese Anzüge sind meist für den Frühlingseinsatz gemacht und bieten durch die Dicke eine bessere Wärmeisolation. Heute können je nach Neoprenqualität und Wärmeschild (Titanium) aber auch gute Frottierung in den Wintermonaten eingesetzt werden. Reine Winteranzüge haben eine Stärke von 3/4/5 und sind vor allem für die kalten Wasserregionen gedacht.

Man sollte immer beachten, dass dickeres Neopren eine höhere Rückstellkraft hat, somit muss bei Wetsuits mit grossen Neoprenstärken mehr Kraft für das Paddeln aufgewendet werden. Hier muss immer die Balance zwischen Bewegungsfreiheit und Wärmeschutz, individuell nach Einsatzgebiet und Jahreszeit, gefunden werden.

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